Frauenpraxis Stadlau
Pränataldiagnostik in 1220 Wien
Warum Pränataldiagnostik?
Die Pränatalmedizin ist ein spezialisiertes Teilgebiet der Frauenheilkunde und Geburtshilfe, die sich mit der medizinischen Betreuung und Überwachung des ungeborenen Kindes sowie der werdenden Mutter während der Schwangerschaft befasst.
Aus dem Wunsch heraus, ein gesundes Kind auf die Welt zu bringen, möchten werdende Eltern, während der Schwangerschaft wissen, ob es dem ungeborenen Kind gut geht und ob es sich unauffällig entwickelt.
Vorweg sei gesagt: Die allermeisten Kinder kommen gesund zur Welt und die meisten Schwangerschaften verlaufen ohne Komplikationen.
Die Pränatalmedizin kann bei unauffälligen Untersuchungsergebnissen dazu beitragen, die werdenden Eltern zu beruhigen und bestehende Ängste zu nehmen.
Unser Anspruch ist es, Ihnen die in der Pränatalmedizin zur Verfügung stehende Untersuchungen nach aktuellen medizinischen Standards und mit modernster Ultraschalltechnik anzubieten.
Sollte im Rahmen einer Untersuchung eine Auffälligkeit bei Ihrem Kind festgestellt werden, nehmen wir uns ausreichend Zeit, die Ergebnisse ausführlich mit Ihnen zu besprechen und Sie umfassend zu beraten.
Gemeinsam erörtern wir, welche weiteren Schritte sinnvoll und notwendig sind, damit Sie für sich und ihr Kind die bestmöglichen Entscheidungen treffen können.
Hierfür stellen wir für sie bei Bedarf den Kontakt zu spezialisierten Ambulanzen und Kliniken her, mit denen wir vertrauensvoll zusammenarbeiten.
Termine nach Vereinbarung
Telefonisch sind wir während unserer Öffnungszeiten unter
für Sie erreichbar.
Oder nutzen Sie jederzeit unsere Online-Terminanfrage.
Terminabsage bis 48h im Vorhinein. Ansonsten behalten wir uns vor, ein Ausfallshonorar von 100€ in Rechnung zu stellen.
Untersuchungen
Die meisten Kinder kommen gesund zur Welt. Jedoch bleibt für jede Frau ein Risiko von bis zu etwa 5 %, ein geistig oder körperlich beeinträchtigtes Kind zur Welt zu bringen.
Das Ersttrimesterscreening bietet die Möglichkeit, dass bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel etwas mehr als die Hälfte von schweren Missbildungen erkannt werden. Das Kind misst zu diesem Zeitpunkt 45-84mm von Kopf bis Steiß, sie können während der Untersuchung bereits deutlich seine Bewegungen sehen und die einzelnen Körperteile sind gut zu erkennen.
Zusätzlich können mithilfe spezieller Testverfahren, entweder dem sogenannten Combined Test oder dem NIPT das Risiko für eine genetische Auffälligkeiten abgeschätzt werden.
Die Untersuchung besteht aus einem Ultraschall, der zumeist über die Bauchdecke durchgeführt wird, sowie eine Blutabnahme bei der werdenden Mutter.
Die Untersuchungsergebnisse liegen je nach Art der gewählten Untersuchungen innerhalb weniger Tage vor.
Das Risiko für eine Chromosomenstörung ist unter anderem vom mütterlichen Alter abhängig und steigt mit zunehmendem Alter. Die häufigste Chromosomenstörung ist die Trisomie 21(Down-Syndrom), gefolgt von Trisomie 18 und Trisomie 13.
Beim Combined Test wird beim Fetus eine vorübergehend auftretende Verdickung im Nackenbereich, die sogenannte Nackenfalte oder Nackentransparenz gemessen. Darauf basierend, sowie unter zu Hilfenahme von zwei Hormonwerten aus der Plazenta, dem PAPP-A und ß-hCG, wird mittels einer speziellen Software das individuelle Risiko für die Chromosomenstörungen Trisomie 21, Trisomie 18 und Trisomie 13 berechnet. Durch die Kombination von Hormonbluten mit der Ultraschallmessung ergibt sich eine Erkennungsrate für Trisomie 21 von etwa 85-90 %.
Wichtig ist zu verstehen, dass der Combined Test eine Wahrscheinlichkeitsrechnung ist und damit eine Risikoabschätzung, jedoch keine Diagnose liefern kann. Somit kann damit weder eine Chromosomenstörung definitiv diagnostiziert werden (dies gelingt nur durch eine Fruchtwasser- oder Plazentapunktion) noch eine solche mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Sollte das Risiko für Trisomie 21, Trisomie 18 und Trisomie 13 erhöht sein, stehen je nach berechneter Wahrscheinlichkeit weitere Tests unter anderem der NIPT zur Verfügung.
Zusätzlich wird bei dieser Untersuchung auch das Risiko für Wachstumsverzögerungen beim Kind und Schwangerschaftsvergiftung bei der Mutter mitbestimmt – das sogenannte Präeklampsie-Screening.
Das endgültige Ergebnis der Untersuchung liegt üblicherweise nach 2-3 Tagen vor.
Der NIPT ist ein Screening-Test, der aus dem Blut der werdenden Mutter durchgeführt wird. Er untersucht zellfreie DNA Fragmente (cell free DNA) der Plazenta, die während der Schwangerschaft im mütterlichen Blut nachweisbar sind. Ein NIPT kann ab Schwangerschaftswoche 10 durchgeführt werden. Zu bevorzugen ist eine Abnahme des NIPT im Rahmen des Ersttrimester Screenings, wo der NIPT anstelle der Hormonblute zur Risikoeinschätzung bezüglich der Chromosomenstörungen Trisomie 21, Trisomie 18 und Trisomie 13 zur Risikoabschätzung benutzt werden kann. Er zeichnet sich gegenüber dem Combined Test durch eine noch höhere Genauigkeit der prognostizierten Wahrscheinlichkeit von über 99 % für Trisomie 21aus. Wichtig zu verstehen ist, dass auch der NIPT ein Screening Test ist und damit keine Diagnose liefern kann. Bei einem erhöhten Risiko für eine genetische Veränderung sollte diese immer durch eine Fruchtwasser- oder Plazentapunktion gesichert werden, bevor eine Diagnose gestellt wird. Mittels des NIPT ist es auch möglich das Geschlecht des Ungeborenen bereits am Ende des ersten Trimenons zu bestimmen.
In unserer Ordination kommen folgende NIPT zur Anwendung:
NIFTY Basic ® by Gene Planet mit Untersuchung von Trisomie 21/13/18 sowie Geschlechtsbestimmung auf Wunsch
NIFTY Pro ® by Gene Planet mit Untersuchung von Trisomie 21/13/18 sowie Geschlechtsbestimmung auf Wunsch und zusätzlich Aneuploidien der Geschlechtschromosomen X0/XXY/XXX/XYY; 92 Deletions-/Duplikationssyndrome ab 3Mbp (inkl. DiGeorge-Syndrom ab 1Mbp); Trisomie 9/16/22; alle anderen Trisomien, Monosomien und Deletionen/Duplikationen größer als 5 Mbp, wenn Sie Zufallsbefunde auswählen
Das endgültige Ergebnis der Untersuchung liegt üblicherweise nach etwa 7 Tagen vor.
Das Organscreening ist eine ausführliche Ultraschalluntersuchung Ihres ungeborenen Kindes und wird idealerweise um die Schwangerschaftswoche 22 durchgeführt. Ihr Kind misst zu diesem Zeitpunkt bereits etwa 25 cm, vielleicht spüren Sie bereits seine Bewegungen. Bei dieser Untersuchung werden die Organe des Babys – insbesondere Gehirn, Herz, Gesicht, Wirbelsäule, Bauchorgane, Nieren und Extremitäten – sorgfältig untersucht, um deren Entwicklung zu beurteilen.
Zusätzlich wird die Lage der Plazenta, die Fruchtwassermenge sowie das Wachstum und die Versorgung des Kindes kontrolliert. Mittels Doppleruntersuchung können außerdem Hinweise auf Schwangerschaftskomplikationen wie Präeklampsie oder Wachstumsverzögerungen erkannt werden. Zur Einschätzung des Frühgeburtsrisikos wird die Länge des Gebärmutterhalses gemessen.
Trotz optimaler Untersuchungsbedingungen kann jedoch niemals eine Garantie für die vollständige Gesundheit des ungeborenen Kindes gegeben werden. Mit dem Organscreening können etwa 90 % aller schwerwiegenden strukturellen Fehlbildungen erkannt werden. Dennoch ist der vollständige Ausschluss von Fehlbildungen oder Entwicklungsstörungen weder durch modernste Ultraschalluntersuchungen noch durch eine nichtinvasive Diagnostik und/oder einen NIPT möglich. Ebenso können sich bestimmte Veränderungen erst im weiteren Schwangerschaftsverlauf entwickeln oder erkennbar werden.
Hierzu empfiehlt sich zusätzlich das Screening im 3. Trimester durchzuführen.
Das Untersuchungsergebnis wird Ihnen direkt am Ende der Untersuchung mitgeteilt.
Ihr Kind hat bereits deutlich an Gewicht zugenommen. Die Gewichtszunahme beträgt in etwa 150-250 g pro Woche. Die Gesichtszüge sind schon gut erkennbar und ähneln dem eines Neugeborenen.
Das Screening im 3. Trimester dient der Beurteilung des kindlichen Wachstums, der Versorgung des Kindes sowie der Erkennung möglicher, erst später im Verlauf der Schwangerschaft auftretender Entwicklungsstörungen.
Es werden die Lage des Kindes, die Position der Plazenta und die Fruchtwassermenge begutachtet. Diese Untersuchung ist auch dem sogenannten Wachstumsschall gleichzusetzen. Zudem wird das Schätzgewicht ermittelt. Besondere Aufmerksamkeit beim Screening im 3. Trimester gilt ausgewählten Organen, insbesondere dem Gehirn, dem Herzen und den Nieren sowie dem Darm, da sich an diesen Organen in seltenen Fällen Auffälligkeiten erst im späteren Schwangerschaftsverlauf zeigen können.
Mithilfe von Doppleruntersuchungen werden die Blutflussverhältnisse in wichtigen mütterlichen und kindlichen Gefäßen beurteilt. Dies ermöglicht eine zusätzliche Einschätzung der Versorgung des Kindes und kann Hinweise auf eine eingeschränkte Plazentafunktion oder eine Wachstumsverzögerung geben. Werden Hinweise auf eine Wachstumsverszögerung oder eine eingeschränkte Versorgung festgestellt, können engmaschigere Kontrollen und eine individuelle Geburtsplanung erforderlich sein.
Eine unauffällige Ultraschalluntersuchung garantiert niemals die Geburt eines gesunden Kindes. Das Screening im 3. Trimester entspricht nicht dem Organscreening im 2. Trimester und kann ein solches auch nicht ersetzen.
Das Untersuchungsergebnis wird Ihnen direkt am Ende der Untersuchung mitgeteilt.
Praktische Informationen
Bitte kommen Sie bereits 10 Minuten vor dem vereinbarten Untersuchungstermin in die Ordination um ausreichend Zeit für die Administration zu gewährleisten.
Um Wartezeiten zu verkürzen und die Administration zu vereinfachen, ersuchen wir Sie die zum Download bereitgestellten Reverse für die gewählte Untersuchung bereits vorab zu Hause sorgfältig durchzulesen und das Anamneseformular wenn möglich bereits ausgefüllt mitzubringen. Danke.
Bitte cremen Sie den Bauch bereits einen Tag vor der Untersuchung sowie am Untersuchungstag selbst nicht ein, da sich dies negativ auf die Sichtbedingungen auswirkt.
Sollten Sie sich schon vorab für die Durchführung eines NIPT entschieden haben und blutverdünnende Spritzen (Heparinspritzen) anwenden müssen, so dürfen diese 24h vor der Blutabnahme nicht verabreicht werden, das heißt Sie müssen die Heparintherapie am Vortag aussetzen.
Ultraschallbilder Ihres Kindes können - sofern Sie dies wünschen - direkt am Ende der Untersuchung mittels QR Code verschlüsselt auf Ihr Smartphone übertragen werden.
Da es sich bei den pränatalmedizinischen Leistungen um Privatleistungen handelt, bekommen Sie im Anschluss an die jeweilige Untersuchung eine Rechnung ausgestellt, die Sie direkt vor Ort in bar oder bequem mit Bankomatkarte begleichen können.
Preise
| Pränatalmedizinische Leistungen | Preis |
|---|---|
| Untersuchungen | |
| Ersttrimesterscreening (Combined Test und Präeklampsiescreening) | € 240 |
| Organscreening | € 240 |
| Organscreening (nach vorangegangener pränatalmed. Untersuchung in unserer Ordination) | € 200 |
| Screening im 3. Trimester / Wachstumsschall | € 180 |
| Screening im 3. Trimester / Wachstumsschall (nach Organscreening in unserer Ordination) | € 150 |
| Mehrlingsaufschlag pro Kind je Untersuchung | € 70 |
| NIPT Pakete | |
| Ersttrimesterscreening plus NIFTY Basic | € 650 |
| Ersttrimesterscreening plus NIFTY Pro | € 940 |
| Frühscreening mit NIFTY Basic ab SSW 10 (inkl. Folgetermin zum Ersttrimesterscreening) | € 770 |
| Frühscreening mit NIFTY Pro ab SSW 10 (inkl. Folgetermin zum Ersttrimesterscreening) | € 1 060 |
| NIFTY Basic (nach vorangegangener pränatalmed. Untersuchung in unserer Ordination) | € 480 |
| NIFTY Pro (nach vorangegangener pränatalmed. Untersuchung in unserer Ordination) | € 800 |
Bei den angebotenen Pränataluntersuchungen handelt es sich um Gesundheitsleistungen, die nicht über die Krankenkasse abgerechnet werden können. Die Untersuchungen sind daher privat zu bezahlen.
Für andere Untersuchungsvarianten (zB. Second Opinion, Kontrolltermine nach auswärtigen Untersuchungen etc.) kontaktieren Sie uns bitte, damit wir Ihnen ein individuelles Angebot erstellen können.
Unser Team
Dr. Sonja Wintner
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Werdegang
Dr. Sonja Wintner studierte Medizin an der Universität Wien. Bereits während des Studiums begann sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der pränatalmedizinischen Ambulanz des SMZ-Ost Wien (jetzt Klinik Donaustadt) mitzuarbeiten und schloss ihr Studium mit Dissertation in diesem Fachgebiet bei Prof. Dr. Erich Hafner ab. Anschließend begann sie die Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin im LKH Hainburg an der Donau und führte diese im SMZ-Ost Wien fort. Ebendort absolvierte sie im pränatalmedizinischen Team von Prof. Dr. Erich Hafner die Ausbildung zur Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit besonderem Schwerpunkt auf Ultraschalldiagnostik zeitgleich mit Dr. Lorenz Pipal. Daraus resultierte 2015 die Erlangung der ÖGUM Stufe 2 in der Pränataldiagnostik.
Seit 2017 ist sie niedergelassene Gynäkologin in Wien. Von 2017 bis 2020 war sie Gesellschafterin in der Gruppenpraxis Frauenheilkunde Salbeigasse, seit 2020 ordiniert sie in der Frauenpraxis Stadlau und führt diese ab 2024 als Gruppenpraxis gemeinsam mit Dr. Pipal-Son. Ihrem besonderen Interesse zur Pränatalmedizin kommt sie auch seit ihrer Niederlassung nach: von 2017 bis 2021 war sie neben der kassenärztlichen Ordination als Oberärztin für Pränatalmedizin am Landeskrankenhaus Mistelbach tätig; seit 2017 schallt sie in verschiedenen Privatpraxen für Pränatalmedizin in Wien und Niederösterreich.
Informationen für Patientinnen
- Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
- Stufe II der österreichischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (ÖGUM) im Bereich Pränataldiagnostik sowie gynäkologischer Ultraschall
- Zertifizierung der Fetal Medicine Foundation London (FMF London)
- Ärztin für Allgemeinmedizin
Dr. Lorenz Pipal
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Werdegang
Dr. Lorenz Pipal absolvierte das Medizinstudium an der Universität Wien. Während des Studiums war er Teil des österreichischen Leichtathletik Nationalteams und konnte nationale als auch internationale Titel erringen.
Nach dem Studium leistete er den Präsenzdienst, dieses zu großem Teil als Arzt im Heeresspital Wien Stammersdorf. Nach Beendigung des Präsenzdienstes startete er im AKH Wien die Facharztausbildung für Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie. Er arbeitete an der Klinik auch wissenschaftlich und publizierte mehrere seiner wissenschaftlichen Arbeiten. 2006 unterbrach er seine Tätigkeit am AKH Wien und wechselte in Die Klinik Donaustadt, wo er die Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin begann, und 2009 abschloss.
Im Anschluss absolvierte Dr. Pipal ebendort, zur selben Zeit mit Dr. Wintner, die Ausbildung zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, mit besonderem Schwerpunkt auf Ultraschalldiagnostik im pränatal medizinischem Zentrum Klink Donaustadt unter der Leitung von Prof. Erich Hafner. Daraus resultierte die Erlangung der ÖGUM Stufe II im Bereich der Pränataldiagnostik.
Bis einschließlich heute ist Dr. Lorenz Pipal nun als Oberarzt an der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Klinik Donaustadt tätig. Er arbeitet dort in leitender Funktion in der Ambulanz für Pränatalmedizin.
Informationen für Patientinnen
- Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
- Stufe II der österreichischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (ÖGUM) im Bereich Pränataldiagnostik
- Zertifizierung der Fetal Medicine Foundation London (FMF London)
- Zertifikat zur genetischen Beratung bei Erblichem Brust - und Eierstockkrebs
- Facharzt für Allgemeinmedizin